Neues Gemeindehaus in Altenbergen 2006 eingeweiht

Altenbergen Gemeindehaus

Kirchgemeinde und Kommune schufen gemeinsamen Treffpunkt im Kreis Gotha

Altenbergen (Kreis Gotha). In Zeiten knapper Kassen gelang der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Altenbergen im Jahr 2006 gemeinsam mit der Kommune Leinatal ein bemerkenswertes Projekt: In Altenbergen wurde ein neues Gemeindehaus errichtet, das zugleich als Begegnungsstätte für die Orte Altenbergen, Catterfeld und Engelsbach diente. Die feierliche Einweihung fand am Sonntag, dem 28. Mai 2006, mit einem Gottesdienst um 13 Uhr und einem anschließenden Fest der drei Orte statt.

Das Gemeindehaus entstand an Stelle einer baufälligen Bundeswehrbaracke, die rund zwölf Jahre lang als provisorischer Gemeinderaum genutzt worden war. Eine Sanierung des alten Gebäudes wäre wirtschaftlich kaum vertretbar gewesen. Gleichzeitig benötigte die Kommune Leinatal dringend eine Trauerhalle, konnte diese jedoch aus eigenen Mitteln nicht finanzieren.

Pfarrer Kristóf Bálint beschrieb das Vorhaben rückblickend als ein Beispiel dafür, wie man „zwei Fliegen mit einer Klappe“ schlagen könne. Kirchgemeinde und Kommune hätten ihre Interessen gebündelt und ein Haus für alle Einwohnerinnen und Einwohner geschaffen – einen Treffpunkt für Feiern, Begegnungen sowie für Zusammenkünfte in freudigen wie auch in traurigen Lebenssituationen.

Das neue Gemeindehaus wurde mit einem Saal für rund 100 Personen, zwei weiteren Räumen, einer Küche und Sanitäranlagen ausgestattet. Ein vergleichbares Dorfgemeinschaftshaus hatte es in den beteiligten Orten zuvor nicht gegeben.

Nach dem Abriss der Bundeswehrbaracke begann der Bau im August 2005. Bereits im Oktober 2005 konnte Richtfest gefeiert werden. Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf rund 350.000 Euro. Etwa zwei Fünftel der Finanzierung übernahm die Kommune. Weitere Mittel stammten aus Förderprogrammen des Arbeitsamtes, von der GfAW sowie aus Eigenmitteln der Kirchgemeinde.

Die zu Beginn der Bauphase noch fehlenden 52.000 Euro wurden teilweise durch eine Spendenaktion unter den Einwohnerinnen und Einwohnern der drei Orte gedeckt, bei der 11.000 Euro zusammenkamen. Zusätzlich unterstützten regionale Unternehmen mit Sachspenden, außerdem flossen Lottomittel aus der Thüringer Staatskanzlei in das Projekt. Ein Restbetrag von rund 30.000 Euro blieb zunächst offen und sollte in der Folgezeit zur Fertigstellung der letzten Arbeiten eingeworben werden.

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