Anfang des 18. Jahrhunderts entstand in Altenbergen der Wunsch nach einem Kirchenneubau, da die alte Johanniskirche auf dem Johannisberg baufällig war und als nicht mehr zeitgemäß empfunden wurde. Unter Pfarrer Johann August Schönau begann 1710 der Bau der neuen Kirche nach Plänen des sachsen-gothaischen Oberlandbaumeisters Johann Erhard Straßburger. Als Baumaterial diente Tambacher Rotliegendes.
Bereits nach zwei Jahren Bauzeit wurde die Immanuelkirche am 8. November 1712 eingeweiht. Ihr Name bedeutet „Gott ist mit uns“. Die barocke Saalkirche prägt bis heute das Ortsbild. Der Kanzelaltar unterstreicht die zentrale Bedeutung der Verkündigung; in seiner Mitte befindet sich eine Miniatur des Kandelabers.
Der Innenraum ist durch eine Doppelempore geprägt, deren Felder 1913 ausgemalt wurden. Die ornamentale Deckenmalerei stammt aus dem Jahr 1861. Die Orgel wurde 1831 vom Ohrdrufer Orgelbauer Georg Franz Ratzmanngeschaffen.
Nach dem Verlust der Bronzeglocken im Ersten Weltkrieg wurden 1925 Stahlglocken eingebaut. Der Kirchturm wurde 2002 umfassend saniert. In den 1990er Jahren entstand eine Winterkirche, zudem wurde der Kirchenraum mit großer ehrenamtlicher Unterstützung grundlegend restauriert. Die Orgel erhielt von 1999 bis 2002 eine aufwendige Restaurierung.
Im Jahr 2012 feierte die Kirchengemeinde das 300-jährige Jubiläum der Immanuelkirche.
Weitere Informationen zur Immanuelkirche sind u. a. auf der Website des Vereins für Heimatgeschichte und Archäologie St. Johannes Altenbergen/Catterfeld e.V. zu finden.







Die Immanuelkirche ist der Nachfolgebau der nicht mehr erhaltenen Johanniskirche, einer ehemaligen „Bergkirche“ auf dem Alte- bzw. Johannisberg (auch St.-Georgsberg genannt). Mitte der 1960er Jahre wurden dort bei archäologischen Grabungen Mauerreste freigelegt, die dieser frühen Kirche zugeordnet werden konnten.
Sandsteinleuchter „Kandelaber“, der am 1. September 1811 eingeweiht wurde und eng mit der Christianisierung der Region verbunden ist. Initiiert wurde das Denkmal vom Altenberger Bürger Nicolaus Brückner (1756–1808), der in seinem Testament Mittel für ein Erinnerungszeichen hinterließ. Ein überregionaler, konfessionsübergreifender Spendenaufruf ermöglichte schließlich die Errichtung des Denkmals nach Entwürfen des Gothaer Hofbildhauers Friedrich Wilhelm Eugen Döll.
Der rund zehn Meter hohe Kandelaber erinnert in seiner Form an einen mittelalterlichen Kirchenleuchter. Die drei Flammen der Feuerpfanne symbolisieren die christlichen Konfessionen. Die feierliche Einweihung im Juni 1811 erfolgte unter großer Beteiligung der umliegenden Orte und des herzoglichen Hauses.
Bis heute findet am Pfingstmontag am Kandelaber ein Gottesdienst statt.
Der Kandelaber ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Region und ein beliebtes Ziel, unter anderem am Lutherweg. Eine Straße in Altenbergen erinnert heute an den Stifter Nicolaus Brückner.
Weitere Informationen zur Johanniskirche und zum Kandelaber sind u. a. auf der Website des Vereins für Heimatgeschichte und Archäologie St. Johannes Altenbergen/Catterfeld e.V. zu finden.





Die evangelische Christopherus-Kapelle befindet sich gemeinsam mit der ehemaligen Dorfschule unter einem Dach im Zentrum von Engelsbach. Dieses sogenannte Simultangebäude ist eine Besonderheit der Thüringer Denkmallandschaft; ein kleiner Dachreiter weist auf die kirchliche Nutzung hin.
Da Engelsbach zur Pfarrei Altenbergen gehörte, errichteten die Einwohner 1679 eine erste Kapelle am Schulgebäude, um den weiten Weg zur Johanniskirche auf dem Johannisberg zu vermeiden. Zunächst waren nur Nachmittagsgottesdienste erlaubt; ab 1698 fanden auch Taufen und Trauungen statt, ab 1740 Bestattungen.
Der heutige Fachwerkbau stammt aus dem Jahr 1779. Die Glocken gehen auf das 14. Jahrhundert zurück und hingen vermutlich ursprünglich in der Johanniskirche. Um 1845 erhielt die Kapelle eine Knauf-Orgel, gebaut von Friedrich Christian Knauf aus Großtabarz.
Seit 2003 trägt die Kapelle den Namen Christopherus, des Schutzpatrons der Reisenden. In den Sommermonaten finden hier in der Regel monatliche Vorabendgottesdienste samstags um 17:00 Uhr statt.



Bis Anfang der 1990er Jahre nutzte die Kirchengemeinde Altenbergen den kleinen Gemeindesaal im Pfarrhaus für Kinderarbeit, Gruppen und Wintergottesdienste. Nach der politischen Wende wurde zunächst eine ehemalige Feldbaracke der Bundeswehr in unmittelbarer Kirchennähe aufgestellt, die über mehr als zehn Jahre hinweg gute Dienste leistete.
Nach intensiven Beratungen im Gemeindekirchenrat und mit Beteiligung der Gemeindeglieder um Max Scharff fiel der Entschluss zum Neubau eines Gemeindehauses. Dank der Unterstützung der damaligen Einheitsgemeinde Leinatal sowie zahlreicher Spenden – unter anderem aus den Partnergemeinden Simmersfeld und Wart-Ebershardt – konnte das Projekt realisiert werden.
Der Neubau wurde nach Plänen des Baubüros Manfred Lehninger (Gotha) umgesetzt und im Mai 2006 fertiggestellt. Das Kirchgemeindehaus wurde anschließend mit einem festlichen Gottesdienst eingeweiht.
Heute verfügt die Kirchengemeinde über ein modernes, barrierefreies Haus, das als offener Ort der Begegnung dient. Es wird für regelmäßige Gruppenangebote, Veranstaltungen und Feste genutzt und steht darüber hinaus auch für Familienfeiern, kirchliche und nichtkirchliche Trauerfeiern und Veranstaltungen von Vereinen etc. zur Verfügung. Näheres hierzu finden Sie hier.
Das Kirchgemeindehaus ist seit Februar 2025 auch Sitz des Gemeindebüros.
